Samstag, 6. August 2011

... sitzen unterm Hollerbusch : ... dans les arbustes de sureau

Vor ein paar Tagen hatte Silke die Idee, Holundermarmelade zu kochen, da die Beeren gerade reif sind. Ich dachte zunächst, sie hätte vielleicht eine Tante oder Bekannte mit einem Holunderbusch im Garten, aber nein: Im Internet hatte sie die Seite www.mundraub.org entdeckt. Dort kann man einer Karte entnehmen, an welchem Wegesrand, Bahndamm oder Wald in ganz Deutschland etwas frei zugänglich ist. Es gibt die Kategorien "Nüsse", "Kräuter" und "Obst" - "Beeren" sind noch einmal eine eigene Abteilung. Ist das nicht eine tolle Sache? Auf der anderen Rheinseite zwischen Neuss Uedesheim und Grimlinghausen steht bei der Markierung von Holunder "Im Naturschutzgebiet am Rhein gibt es zahlreiche Holunderbüsche, die direkt vom Weg aus erreichbar sind."
Also haben wir uns fertig für die Exkursion am voraussichtlich letzten Sommertag des Jahres gemacht. Ab in die Botanik!
Nach ein paar Runden querfeldein, um den Wald herum um und durch das Wäldchen durch sind wir tatsächlich fündig geworden. Wir konnten drei Schüsseln füllen.
Die Beeren von den Stielen zu lösen war eine ziemliche Piddelei. Da wir abends noch etwas vorhatten, ist Roland am nächsten Tag vorbeigekommen und wir haben die Marmelade mit Apfelsaft gekocht.
Ergebnis: 12 leckere Gläser.

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